Ponyfarm Haßloch - Das "Internationale Pony-Show-Ensemble Haßloch"
Wir hatten die Ehre 3 Tage im Vorprogramm der:
"SPANISCHEN - HOFREITSCHULE WIEN"
mitarbeiten zu dürfen.
Beim ersten Gastspiel der "SPANISCHEN" in Deutschland durften wir am:
Mi. d., 29.Juni ; Do. d.,30.Juni und Fr. d., 1.Juli jeweils 19,30 Uhr,
anläßig der Saarländischen Musik-Festspiele in St. Wendel,
zusammen mit diesem Weltklasse Ensemble , auftreten.
Eine Ehre , die nur Wenigen zuteil wird.
Wir erlebten in diesen drei Tagen eine Kameradschaft und Kollegialität, wie sie ihresgleichen sucht.
Die Tage in St.Wendel werden uns , schon durch diese von den Weltklasse-Reitern kunstvoll gerittenen Aufführungen,
ewig in Erinnerung bleiben.



(von links nach rechts) Ulrich Tettenborn als Kommentator des Showprogramms (2006)
Bei "Zauberwald-Fee Angy" zu Gast.(2002)
"Petersburger Pferdemarkt" Showbild 1988
Ausgehend von unseren Erfahrungen mit dem "Kinderzirkus Bärano" in den Jahren 1957-1967, kam im Jahr
1980 der Wunsch auf, eine Kinder- und Jugendlichen-Showtruppe mit Ponies zu gründen. Als Patenkind von
Paula Busch, der großen, alten Dame des deutschen Zirkus und Enkel von Alois Vogel, dem international
bekannten Zirkus-Historiker ( + 1947) und ehem. Besitzers des deutschen National-Theaters und Konzerthauses
in Lodz/ Polen, fühlte ich mich dazu verpflichtet. ( In den Gebäuden meines Großvaters befindet sich heute die
Lodzer "Arthur Rubinstein"-Philharmonie.)

Bild links: Das war meine Patentante , die Circus-Direktorin Paula Busch.
Vier Generationen unserer Familie haben Paten aus dem Show-und Circus-Gewerbe.
Meine Mutter hatte Arthur Rubinstein den weltbekannten Pianisten, Komponisten und Dirigenten zum Patenonkel.
(Arthur Rubinstein wurde am 28.Januar 1887 in Lodz geboren und feierte seine ersten Erfolge im Konzerthaus meines Großvaters Alois Vogel in Lodz und hatte daher eine fast sein ganzes Leben lang bestehende Freundschaft zu unserer Familie. Er starb 1982 im Alter von 95 Jahren in Genf)
Ich hatte Paula Busch zur Patentante. Mein Sohn war Patenkind von Lotte Walther (welche wir hier auch näher vorstellen.)
und meine älteste Enkeltochter Michelle ist Patenkind von Sonja Probst (Circus Reinhardt Probst,Neustadt/Weinstr.)
Bild rechts: Der Circus "Busch" in Berlin (abgerissen,auf Befehl des Reichsmarschalls Hermann Göring , 1937) als Modell.
Schon immer hatten wir einzelne Schaubilder erarbeitet und zeigten diese bei entsprechenden Anlässen, wie z.B. "Equitana", "Euro-Cheval", "Hippologica Berlin", "Lypsia Leipzig", "Jagen,Fischen Reiten" in Erfurt, auf "DLG-Ausstellungen" in Frankfurt und Hannover, "Mai-Markt Mannheim", usw.
1985 faßten wir diese Bilder zu einem 2,5 Std-Programm zusammen und starteten die erste Saison.
Schon 1985 erfolgte der Durchbruch !- Wir wurden zu einer Show nach Kopenhagen eingeladen und fuhren von dort direkt nach Mailand. Es folgten unsere Fahrten und Auftritte in Tours an der Loire (Frankreich) in den Jahren 1987 und 1990. Le Touquet bei Calais (ebenfalls Frankreich) schloß sich im Jahr 1991 an. Gefolgt vom Auftritt mit unseren Ponies bei der Warschauer Staatsoper, in der Oper : " Der Barbier von Sevilla". Auch die Teilnahme am internationalen Kultur-Festival in Silifke (Türkei) darf nicht vergessen werden.
Darf man sich hier die Frage erlauben, welcher Ponyhof in Deutschland derartige Dinge mit seinen "Hofkindern" unternimmt ?
Wir betrieben und betreiben stets Jugendarbeit auf eigene Faust.-
Unsere Ponyfarm unterhält eine Partnerschaft mit der Universität von Gaziantep in der Türkei.
Heute verbindet uns eine große Freundschaft mit vielen großen Show-Experten der ganzen Welt. Z.B. "Zauberwald" (Franz Althoff und Günther Fröhlich), Carmen Susenburger mit der Friesen-Barock-Truppe, Diana Antoine mit ihren Krokodilen und ihrer Haustierschau, Peter Pfister meinem alten Freund und Ranch-Reiter, Linda Tellington-Jones und Monty Roberts, Monica Theodoresku, Isabell Werth, die Tjoster sowie viele, viele Menschen aus der Reiterszene und"Fuzzy" (Alfred Schauberger) vom Circus Krone.
Ich denke, daß ich mich auch auf die ganz persönliche Bekanntschaft und Freundschaft zu allen Zuchtleitern sämtlicher deutschen Pony- und Pferdezuchtverbände berufen darf. Hier besonders zu Hans-Willi Kusserow (Standenbühl), Volker Hofmeister (Hannover) ,Wolfgang Kühn und Wolfgang Köhnlechner (München), Bernhard Tschoepke, (Rheinl.-Pfalz), Frau Baronin v. Redwitz (Bayern), Herrn Weber (Baden-Wttbg.) sowie Dr.Dieter Schön (Weser-Ems) und,und,und.....
Weit über 25 Jahre persönliche Mitarbeit in unterschiedlichsten Gremien der deutschen reiterlichen Vereinigung (FN) und der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Pony-Zuchtverbände, blieb ebenfalls nicht ohne Resonanz.
Eine langjährige Freundschaft verband mich zu ihren Lebzeiten mit Lotte Walther, welche in den Jahren 1940-1945 als Raubtierdompteuse (meistens bei SARRASSANI engagiert) den "LÖWENRITT auf der Schaukel" zeigte, welcher in dem Film "Die große Nummer" mit Rudolf Prack, eine wichtige Rolle spielte. Lotte Walther war in den 50er Jahren Direktorin des Tierparks in der Hansestadt Lübeck, wo ich so bedeutende Leute wie Dieter Farell, einen der weltbesten Dompteure, zu meinem Freund gewinnen konnte. Auch die Freundschaft mit den Tscherkessen-Reitern "Die Golgojeff`s" geht in diese Zeit zurück. Später war einer meiner Show-Mitglieder Eleve bei dieser Truppe.
Beim Circus "BUSCH-ROLAND" hatten wir eine lange Bekanntschaft mit "THE ROLLING WINTERS". Henny, Bärbel und Peter Winter, welche später in der erfolgreichen Fernseh-Serie "SALTO MORTALE" mitwirkten.

1959 arbeitete unser Senior zeitgleich mit Dieter Farell an der Raubtierschule von Lotte Walther in Lübeck.

Lotte Walther † bei ihrem berühmten Löwenritt 1943. (Foto: Circus "Sarrasani")

Ein kleiner, wilder Teufel war Scarlett Kaiser von der Reitertruppe "Die Golgojeff`s" . Heute ist sie Direktorin des Zirkus "Flic-Flac", welcher in der Saison 2010 seinen Reisebetrieb eingestellt haben soll.
Foto: Circus "BUSCH-ROLAND"
Die Zirkusse "ROLAND-BUSCH", "Probst" und der super moderne "FLIC-FLAC" gehören zu unseren Freunden.
Brigitte Probst-Fröhlich, die Chefin des Zirkus "Probst" war als junges Mädel viele Jahre bei uns auf der Ponyfarm und gehört wie viele, viele Andere einfach zur Gruppe der "Unvergessenen" auf der Ponyfarm. Ihre Tochter Stefanie Probst hat die Liebe zu den Pferden von Mutter und Vater geerbt und präsentiert heute in ihrem Zirkus PROBST eine Freiheitsdressur mit Arabern und reitet, ständig besser werdend, eine grandiose HOHE SCHULE; sowie neuerdings eine ungarische Post mit 6 Pferden. Wir konnten sie erst kürzlich (April 2010) in unserer Region (in Ludwigshafen und hier in Haßloch.) bewundern und wir freuten uns alle über ein Wiedersehen mit der Familie Probst, der wir zusammen mit allen alten Freunden einen Grillabend bei Würstchen und Bier spendierten. Heute spannt sich der Bogen von Kanada über England,Frankreich,Schweden, Dänemark, Spanien, Polen bis nach Moskau und Sidney in Australien zu all den vielen Kindern, welche hier in Haßloch im "Pony-Show-Ensemble" mitwirkten und zu denen wir, in den meissten Fällen, immer noch losen Kontakt haben.
Darf ich hier auch noch auf unsere nun schon viele Jahre andauernde Freundschaft zu "LORENZO" verweisen, den wir schon mehrmaLs in seinem Heimatort in Südfrankreich besuchten.
Die Mitwirkenden sind mit Sicherheit keine Stars und eigentlich gar nichts weiter als ganz "normale" Kinder und Jugendliche. Ganz einfach junge Menschen, bei denen man aber schon von einer "Gruppe", einem "Ensemble" sprechen kann; und Leistungen bringen sie entsprechend ihrem Alter allemal.
Das Emsemble entstand aus der Liebe zu den Tieren, hier besonders zu den Ponies, dem Wunsch jedes Menschen sich zu verwirklichen und dem festen Willen, unseren Glauben an das friedliche Europa durch unsere Auslandsgastspiele in die Tat umsetzen zu können, getreu unserem Motto: "Europa entsteht in unseren Herzen!"
Ich habe diese jungen Menschen bei ihrer Arbeit unter meine Obhut genommen und biete ihnen die materiellen Möglichkeiten. Die Ideen und die Ausführungen müssen aber von den Jugendlichen selbst kommen. Wir sind uns der gegenseitigen Verplichtungen und Verantwortungen voll bewußt.
Über 60 Jahre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben mich mit Sicherheit geformt und jung erhalten. Es war ein ständiges Geben und Nehmen. So wollen wir uns auch in Zukunft gegenseitig ergänzen, "meine Kinder" und "ihr Ponyvater".
Ulrich Tettenborn

